Wie funktioniert eigentlich die Autoüberführung?

In Deutschland sind täglich Autos im mehrstelligen Millionenbereich unterwegs. Folglich gibt es auch einen florierenden Neu- und Gebrauchtwagenmarkt, der wiederum einige Tücken aufweisen kann. So müssen die abgemeldeten Autos oftmals von A nach B gebracht werden, ohne jedoch zugelassen zu werden. Diese Autoüberführung erledigen Händler mit dem roten Kennzeichen. Privatpersonen können auf das sogenannte Überführungskennzeichen zurückgreifen.

Wie funktioniert die Autoüberführung?

 Hat man ein Auto gekauft und möchte dieses an einen anderen Ort bringen, so kann man bei der Zulassungsstelle im Zuge der Autoüberführung ein Kurzzeitkennzeichen (Überführungskennzeichen) beantragen. Dieses wird direkt ausgestellt, sofern eine sogenannte Kurzzeitkennzeichen-Versicherung vorliegt. Bei dieser handelt es sich um eine reine Haftpflichtversicherung, die mithilfe einer eVB-Nummer nachgewiesen wird. Diese Nummer erhält man beim Erwerb der Versicherung und gibt sie dann dem zuständigen Mitarbeiter bei der Zulassungsbehörde. Dieser kann dann auf ein Online-Register zugreifen, die Versicherung überprüfen und als „in Nutzung“ markieren. Ab diesem Zeitpunkt ist das Fahrzeug für die Dauer der Überführung versichert.

Das Tolle daran ist, dass das Fahrzeug nicht einmal eine gültige TÜV-Bescheinigung benötigt. Das heißt, das Kurzzeitkennzeichen kann beispielsweise auch dann genutzt werden, wenn noch nicht eingetragene Teile am Fahrzeug sind. Es ist jedoch keine Einladung, mit kaputten Autos durch Deutschland zu fahren. Sollte ein Unfall aufgrund technischer Mängel des Autos geschehen, so ist der Fahrer dafür verantwortlich und muss dementsprechend haften. Die Risiken der Autoüberführung dürfen also nicht unterschätzt werden.

Was kostet so etwas?

Bei der Autoüberführung muss man mit einigen Kosten rechnen. Zu diesen zählen sich:

  • Gebühr für die Anmeldung beim Amt, etwa 12,- Euro
  • Kosten für die Kfz-Kennzeichen, etwa 30,- Euro
  • Kosten für die Versicherung, ebenfalls 30,- Euro

Die Kosten für die Versicherung sind dabei jedoch variabel, da das Kennzeichen beispielsweise auch für Anhänger und Lastkraftwagen genutzt werden kann. Die Höhe der Versicherungsprämie richtet sich immer nach dem Fahrzeugtyp. Und der Laufzeit. Die Autoüberführung darf bei den meisten Versicherungen einen, drei oder fünf Tage dauern. Einige Versicherer stellen das Kennzeichen jedoch nur für fünf Tage aus.

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